Am Sonntag, 26. April 2026, laden die Mitgliedsmuseen des Museumsland Donauland Strudengau zum gemeinsamen Museumssonntag ein. Der Tag markiert einen gemeinsamen Auftakt in die Museumssaison – auch wenn manche Häuser bereits geöffnet haben, andere erst später regulär in den Saisonbetrieb starten und sich eigens für diesen besonderen Tag beteiligen.
Der Verein entstand im Sommer 2000 aus einer Interessensgemeinschaft regionaler Museen. Ziel war und ist es, die thematische Vielfalt und historische Qualität authentischer Museen im Donauland und Strudengau sichtbar zu machen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Bereits 2002 beteiligte sich das Museumsland mit 14 Sonderausstellungen erfolgreich an der oberösterreichischen Landesausstellung „Feste feiern“ in Waldhausen. Rund 100.000 Besucherinnen und Besucher erlebten damals die ergänzenden Ausstellungen in den Mitgliedsmuseen – ein eindrucksvoller Beweis für das kulturelle Potenzial der Region und die erfolgreiche Zusammenarbeit.
Zum Museumssonntag am 26. April präsentieren die Häuser vielfältige Sonderprogramme:
Das Mühlsteinmuseum Steinbrecherhaus Perg öffnet von 10.00 bis 16.00 Uhr seine Türen und gibt Einblicke in das harte Leben der Mühlsteinhauer. Für Kinder gibt es eine spannende Rätselrallye, bei der auch selbst Mehl gemahlen werden kann.
Der Großdöllnerhof in Rechberg startet um 11.00 Uhr mit dem Anheizen eines traditionellen Holzkohlemeilers unter dem Titel „Hoitzkohle 26.04“. Musik und ein „Köhleressen“ sorgen für eine stimmungsvolle Umrahmung, außerdem wird Keramik von Nikola Jakadofsky gezeigt.
Im Heimathaus-Stadtmuseum Perg (14.00–17.00 Uhr) wird um 15.00 Uhr die Sonderausstellung „Die Chronik als Fundgrube“ eröffnet. Anlass ist die Übergabe der Vereinschronik durch den Musikverein Stadtkapelle Perg. Die Stadtkapelle Perg begleitet die Eröffnung musikalisch.
Auch das Keltendorf Mitterkirchen beteiligt sich mit Führungen um 11.00 und 14.00 Uhr. Darüber hinaus kann den ganzen Tag selbst getöpfert und Metallschmuck hergestellt werden.
Im Heimathaus Naarn wird zu jeder vollen Stunde eine Führung angeboten. Für Kinder gibt es eine Rätselrallye mit kleinen Geschenken. Für das leibliche Wohl der Gäste ist mit Kaffee, Kuchen und Getränken gesorgt.
Das Schloss Greinburg öffnet von 10.00 bis 16.00 Uhr seine Tore zur Selbstbesichtigung der historischen Räume. Wer tiefer in die Geschichte des Hauses und seiner heutigen Besitzerfamilie Sachsen-Coburg und Gotha eintauchen möchte, kann um 13.30 Uhr an einer großen Schlossführung teilnehmen.
Der Kulturverein Dominikanerkloster Münzbach beteiligt sich mit einem Tag der offenen Tür. Neben einer Hausbesichtigung wird über den aktuellen Projektentwicklungsstand informiert, darunter auch die Pläne der Kunstuniversität Linz. Für Bewirtung ist gesorgt.
Auch der Kulturverein Windhaag-Altenburg bzw. das Museum Altenburg ist mit einer Familienwanderung dabei. Auf einem kurzen Rundweg wird die Ortsgeschichte von Kindern für Kinder erklärt – über QR-Codes können spannende Informationen entlang des Weges abgerufen werden.
Die Ruine Windegg ist ganzjährig frei zugänglich und kann auch am Museumssonntag besichtigt werden. Fototafeln und Beschreibungen vermitteln Wissenswertes über diesen eindrucksvollen historischen Ort.
Der gemeinsame Museumssonntag ist ein bewusstes Signal, die Museen im eigenen Bezirk wieder stärker ins Blickfeld zu rücken. Kultur, Geschichte und lebendige Traditionen liegen näher, als man denkt – ein Museumsbesuch muss keine weite Reise sein. Weitere Informationen zu allen Saisonveranstaltungen finden Interessierte auf www.museumsland.at. Detaillierte Auskünfte zu den jeweiligen Programmpunkten erteilen zudem die einzelnen Museen direkt.

Gemeinsam feiern, genießen und gelebtes Handwerk erleben am Großdöllnerhof
©Großdöllnerhof

Mehlmahlen wie zu Zeiten der Mühlsteinhauer
©Steinbrecherhaus

Schloss Greinburg an der Donau
©HSCG