LEADER auch 2026 als starke Kraft für regionale Entwicklung

Veröffentlichungsdatum19.01.2026Lesedauer7 MinutenKategorienStartseite
LEADER Team nach Weihnachtsfeier

LEADER auch 2026 als starke Kraft für regionale Entwicklung

Welche Projekte konnten im vergangenem Jahr 2025 erfolgreich abgeschlossen werden?
Letztes Jahr wurde die Attraktivierung der Aiser Bühne, das Projekt Faszination Perger Mühlsteine, der Regions-Skaterpark in Saxen, das UEP (Unternehmensentwicklungsprogramm), die erste Gusentalterasse Katsdorf, das Themenwanderwegenetz „Auf den Spuren der Wetzel und Walchen“ in Arbing, der Wandermarathon Strudengauer 9er, das erste Wanderdorf OÖ Bad Kreuzen und Umgebung, der Museumsbetrieb im Haus der Erinnerung, uvm. abgeschlossen.

Welche Projekte stehen im neuem Jahr 2026 vorrangig im Mittelpunkt? Worauf darf man sich im Bezirk Perg freuen?
Mit einem breiten Maßnahmenpaket und einer klaren Zukunftsstrategie startet die LEADER-Region Perg-Strudengau dynamisch ins Jahr 2026. Zahlreiche Projekte befinden sich bereits in Umsetzung oder stehen unmittelbar vor dem Start. Die Region setzt damit ein starkes Signal für Aufbruch, Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung.

Die nächste Sitzung des Leader-Projektauswahlgremiums ist Anfang April 2026 aber es sind viele Projekte in Vorbereitung:

Ein zentraler Schwerpunkt zu Jahresbeginn liegt auf der Förderung regionaler Produkte. In St. Thomas entsteht ein neuer Regionalshop, der hochwertige Erzeugnisse aus der Region bündeln und die lokale Versorgung nachhaltig stärken wird. Der Regionalshop soll im Frühling 2026 errichtet werden und im Sommer starten, Betreiber ist eine Gruppe Direktvermarkter rund um Martin Mühllehner.

In der Burgruine Spilberg in Langenstein ist die Errichtung eines Besucher- und Ausstellungsraums geplant, weiters wird die ehemalige Burgsakristei gesichert und für Besucher zugängig gemacht. Burgpfleger Ernst Mitmannsgruber: "Nachdem die bereits vorgenommenen Renovierungsarbeiten im Turm (auch ein LEADER-Projekt) bei der Bevölkerung sehr gut angenommen werden und immer mehr Schulklassen, Kindergärten und Besuchergruppen kommen, wollen wir dieses Kulturgut weiter erhalten, ein Raum für Besucher und Fundstücke ist daher eine optimale Ergänzung“.

Das Kooperationsprojekt Bio.Genuss Donau–Mühlviertel setzt einen wichtigen Impuls, indem es regionale Landwirtschaft, nachhaltige Produktion und bewussten Konsum verbindet. Die wachsende Nachfrage nach authentischen, regional verankerten Genuss- und Reiseangeboten zeigt: Nachhaltigkeit und echte Begegnungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Daran knüpft die europäische Initiative European Slow Trips an, die das Mühlviertel als biokulinarische Entdeckungsregion international positionieren soll. Gemeinsam mit den LEADER-Regionen sowie den Tourismusverbänden Mühlviertel und Donau Oberösterreich wird ein dreijähriges Projekt vorbereitet, das im April 2026 starten soll. Ziel ist es, bestehende Bio.Genuss-Angebote stärker zu vermarkten und neue buchbare Erlebnisse zu entwickeln.

Ein weiterer Meilenstein im Jahr 2026 ist die Professionalisierung des Jerusalem-Wegs in seiner Gründungsregion im Bezirk Perg. Dieses Leitprojekt stärkt die internationale Sichtbarkeit des Pilger- und Friedenswegs und hebt seine kulturelle und touristische Bedeutung hervor.

Kurz vor der Fertigstellung stehen zudem:

  • Das Unternehmensentwicklungsprogramm 24/25
  • Der Energiethemenweg in Münzbach
  • Das Mountainbike-Wegenetz im Bezirk Perg

Darüber hinaus startet im Herbst eine neue Staffel des Unternehmensentwicklungsprogramms. Interessierte Betriebe können sich bereits jetzt vormerken lassen und werden zu einem Informationsabend eingeladen, sobald die Termine feststehen.

Das Thema Radfahren – insbesondere der Straßenradsport – nimmt weiterhin an Bedeutung zu. Der Tourismusverband Donau Oberösterreich plant ein umfangreiches Projekt, um die Region für Radbegeisterte noch attraktiver zu machen und ihre Positionierung im Sport- und Genussradfahren zu stärken.

Im gesamten Bezirk werden fleißig Projekte aus unserem Kleinprojektefonds umgesetzt, die die Lebensqualität und das gesellschaftliche Miteinander direkt stärken. Dazu zählen:

  • Neuer Begegnungsplatz in der Siedlung Alpenblick in Bad Kreuzen
  • Infrastrukturmaßnahmen für den Kulturverein Tribüne im Bäckerhaus St. Georgen an der Gusen
  • Neue Nachwuchstore für den Fußballverein Ried in der Riedmark und neue Sitzgruppen in Hochstrass
  • Neugestaltung der Bibliothek in Katsdorf
  • Infrastruktur Sportplatz Münzbach
  • Vereinshütten Naarn

Ausblick:

Mit all diesen Initiativen zeigt die LEADER-Region Perg-Strudengau klar: 2026 wird ein Jahr voller Aufbruchsstimmung, neuer Impulse und zukunftsorientierter Regionalentwicklung. Die Kombination aus innovativen Projekten, starken Partnerschaften und einer klaren Fokussierung auf nachhaltige Wertschöpfung macht die Region fit für die Herausforderungen und Chancen der kommenden Jahre.

Woher kommen die Ideen für die Projekte innerhalb der Leader-Region Perg-Strudengau? 
Die Ideen kommen aus der Bevölkerung, das nennt sich Bottom up. Wir begleiten den Projektträger von der Idee bis zur Fertigstellung. Sollte die Idee kein LEADER-Thema sein, so versuchen wir andere Unterstützungsmöglichkeiten zu vermitteln.

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Klimaschutz bei der Auswahl und Umsetzung der Projekte? 
Eine sehr große Rolle, unser Projektauswahlgremium entscheidet mit Hilfe einer Punktebewertung, in der diese Themen sehr starken Einfluss haben.

Wie groß ist „das Team“ hinter der Leader-Region Perg-Strudengau? 
Beim Team gibt es verschiedene Stufen, einerseits das Büroteam welches aus Geschäftsführer Manfred Hinterdorfer und den Assistentinnen besteht, dann die Buchhaltung, welche im Gemeindeamt St. Nikola gemacht wird. Auf Funktionärsebene gibt es das Steuerungsteam, welches aus unserem Obmann Nikolaus Prinz und seinen beiden Stellvertretern Anton Aichinger und Markus Brandstetter besteht. Vertreter aus jedem Ort bilden die Generalversammlung, den Vorstand und das Projektauswahlgremium.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit Gemeinden, Vereinen und regionalen Akteuren? 
Diese Zusammenarbeit läuft sehr gut und ist sehr wichtig. Vernetzung ist ein Hauptthema von LEADER. Im Vorfeld zur Entstehung unserer sogenannten Lokalen Entwicklungsstrategie gibt es verschiedene Themenkreise, bei denen in einer Art Stammtisch informiert und diskutiert wird.

Welche langfristigen Visionen verfolgt die Leader-Region Perg-Strudengau über 2026 hinaus? 
Die Ziele sind immer eine Verbesserung der Lebensqualität im ländlichen Raum, das Sichern und Schaffen von Arbeitsplätzen, das Reduzieren von Abwanderung und die Stärkung als Region. Die aktuelle Förderperiode geht bis einschließlich 2027 und es wird auf allen Ebenen an der nächsten Förderperiode 2028+ gefeilt. Für diese Zeit werden wir wieder eine lokale Entwicklungsstrategie mit der Bevölkerung erarbeiten. Wir freuen uns über jeden/jeder der unsere Zukunft mitgestalten möchte!

Seit wann gibt es die Leader-Region Perg-Strudengau überhaupt? 
Unsere LEADER-Region hat 2025 das 25jährige Jubiläum begangen und bei der Fest-Generalversammlung im Herbst wurde auf diese Zeit zurückgeblickt. Seit der Gründung konnten in der Region 211 Projekte umgesetzt werden – mit einer Fördersumme von 13,5 Millionen Euro und einer Gesamtinvestition von rund 29,5 Millionen Euro. Diese beeindruckende Bilanz zeigt, wie stark die Zusammenarbeit von Gemeinden, Vereinen, Betrieben und engagierten Bürgerinnen und Bürgern wirkt.

„Das sind Projekte, die unsere Region lebendiger, innovativer und zukunftsfähiger gemacht haben. Ein herzliches Dankeschön an alle Funktionärinnen und Funktionäre, sowie allen Projektträgern, die mit ihrem Engagement, ihrer Zeit und ihrem Einsatz diesen Erfolg möglich gemacht haben!“ sagt Obmann Nikolaus Prinz

Zu den zahlreichen Highlights der vergangenen Jahre zählen unter anderem:
- die Gobelwarte in Grein und der Aussichtsturm in Naarn,
- sämtliche Motorikparks (Bad Kreuzen, Grein, Katsdorf, Münzbach, Perg, Saxen und Waldhausen)
- die Aiserbühne in Schwertberg und die Herrinnenhalle in Mitterkirchen,
- das Franz-Xaver-Müller-Vereinshaus in Dimbach,
- das Natur- und Kulturvermittlungszentrum Groß Döllnerhof in Rechberg,
- das Haus der Erinnerung in St. Georgen an der Gusen,
- der Kneipp- und Wassererlebnispark in Bad Kreuzen,
- das Museumsland Donauland-Strudengau,
- das Kaolinum in Allerheiligen,
- zahlreiche Bioenergieprojekte,
- das Rahmenprogramm zur Landesausstellung 2002,
- sowie viele Vereinsräume, Regionalshops und Jugendinitiativen


Welche Gemeinden werden durch die Leader-Region Perg-Strudengau abgedeckt? 
24 Gemeinden des Bezirks Perg, alle Gemeinden ausgenommen Luftenberg und St.Georgen/Walde.

Was macht die Region Perg-Strudengau aus touristischer Sicht besonders attraktiv?
Aus touristischer Sicht zeichnet sich die Region Perg-Strudengau besonders durch ihre vielfältige und eindrucksvolle Landschaft aus, die mich als Naturmensch sehr anspricht. Die Verbindung von Donau, Hügellandschaft, Wäldern und Kulturlandschaft bietet ideale Voraussetzungen für naturnahe Erholung und sanften Tourismus.

Ein großer Pluspunkt sind zudem die zwei sehr engagierten Tourismusverbände Donau Oberösterreich und Mühlviertel, die gemeinsam mit zahlreichen lokalen Tourismusvereinen und Gemeinden maßgeblich zur Entwicklung und Pflege der touristischen Angebote beitragen.

Sind die Projekte der Leader-Region Perg-Strudengau vor allem für Einheimische ansprechend oder auch für Touristen aus anderen Bundesländern oder dem Ausland? 
Ich denke, dass die touristischen Projekte, sowohl für Einheimische als auch für Besucher aus anderen Regionen interessant sind, das zeigen mir auch die vielen Anfragen und Exkursionen in unsere Region. Darüber hinaus verfolgt das Mühlviertel das klare Ziel, international sichtbarer zu werden – etwa durch Initiativen wie European Slow Trips. Dadurch gewinnen die LEADER-Projekte zunehmend auch für ein internationales Publikum an Bedeutung.

Womit kann die Region Perg-Strudengau Besucher begeistern? 
Neben bester Infrastruktur bei Wanderwegen und Radwegen gibt es eine Fülle an Ausflugszielen und Museen wie die Gobelwarte Grein, das Keltendorf Mitterkirchen, das Freilichtmuseum Großdöllnerhof in Rechberg, den Aussichtsturm beim Aulehrpfad in Naarn, den Skaterpark in Saxen, Motorikparks, diverse Burgen und Schlösser, Badeseen, facettenreiche Events auf der Burg Clam, auf der Aiser Bühne, im Schloss Auhof, die Donaufestwochen im Strudengau, Disc Golf, Bogensport, und vieles mehr,...

Foto v.l.n.r.: Obmann Stv.: Markus Brandstetter und Anton Aichinger, GF Manfred Hinterdorfer, Assistentinnen Alexandra Leonhardsberger, Katharina Gruber und Alexandra Fuchs, Buchhaltung Margit Aigner, Obmann Nikolaus Prinz